Startseite » Leistungen » Seminare
Seminare2018-11-20T16:09:48+00:00

Seminare

„Es ist nicht genug, zu wissen – man muss es auch anwenden.“

Das wusste schon Johann Wolfgang von Goethe.

Besonders für die Konstruktion und Entwicklung trifft dieses Zitat immer wieder zu. Aus diesem Grunde haben wir für Sie besonders informative Seminare zu verschiedenen Konstruktions- und Qualitätsthemen konzipiert, die neben der erforderlichen Theorie immer auch ein hohes Maß an praxisorientiertem Wissen vermitteln – eine wichtige Voraussetzung, um Gelerntes auch in der Praxis anwenden zu können.

Unsere Seminarthemen

Welches sind die größtmöglichen Einzelteiltoleranzen die ich vergeben kann, um die Baugruppenfunktionen noch immer prozesssicher einhalten zu können? Welchen Einfluss hat der Montageprozess? Wie beschreibe ich die Toleranzabhängigkeiten mit Hilfe von Toleranzketten? Kann ich statistische Toleranzberechnungen auch ohne konkrete Prozessdaten ausführen und welche Berechnungsmethoden gibt es?

Diese und weitere Fragen stellen sich Entwickler, Konstrukteure, aber auch Mitarbeiter aus der Fertigung und dem Qualitätswesen immer wieder. Mit dem hier angebotenen Seminar sollen sie nun eine Antwort finden. Anhand von Fallbeispielen mit hohem Praxisbezug erklären erfahrene Ingenieure die Zusammenhänge. Nach dem Seminar verstehen Sie, was mit durchgängigen Bezugssystemen (zum Beispiel RPS) gemeint ist und welche wichtige Rolle sie für eine reproduzierbare Qualität haben. Sie erfahren, wie die Prozesskenngrößen Cp und Cpk ermittelt werden und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. Anhand von Fallstudien lernen Sie Toleranzketten aufzustellen, diese zu berechnen und die Ergebnisse zu interpretieren. Planen Sie, sich intensiver mit dem Thema Toleranzmanagement bzw. Toleranzberechnungen auseinanderzusetzen? Dann ist dieses Seminar die richtige Ergänzung für Sie.

Übersicht der Seminarinhalte

  • Zulässige Abweichungen, Fertigungskosten, Austauschbarkeit

  • Bezugssysteme

  • Tolerierungsgrundsätze (GPS – Tolerierungsgrundsätze und deren Bedeutung)

  • Maß- bzw. Toleranzketten

  • Arithmetische Toleranzanalysemethode

  • Nichtlineare Maßketten

  • Statistische Grundlagen zur Toleranzanalyse

  • Häufigkeitsverteilungen zur Toleranzanalyse

  • Prozessleistungs- und Prozessfähigkeitskenngrößen (DIN ISO 22514)

  • Statistische Toleranzanalysemethoden (u.a. RSS)

  • Statistische Schließmaßverteilung

  • Beitragsleisteranalyse (Paretoanalyse)

  • Optimierungsszenarien zur Qualitätsverbesserung

  • Dokumentation der Toleranzanalysen

Literatur: Statistische Toleranzberechnung

  • Prozessfähigkeit in der Praxis

Wie bestimme ich die Leistungsfähigkeit von Prozessen? Sind die Prozesse fähig und beherrscht? Wie muss ich vorliegende Messwerte auswerten, um Antworten auf solche oder ähnliche Fragen zu bekommen? Das Seminar wendet sich an alle, die nach praktisch umsetzbaren Lösungen für solche Fragen suchen. In diesem Themenkomlex hat die Statistik einen besonderen Stellenwert. Darum werden die notwendigen Grundlagen der Statistik erläutert. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Verteilungsfunktionen erörtert und herausgearbeitet, in welcher Beziehung sie zu den Prozesszeitmodellen (DIN ISO 22514) und Auswertemethoden für den Prozessfähigkeitsindex Cp und dem kleinsten Prozessfähigkeitsindex Cpk stehen. Lernen Sie in diesem Seminar, wie Sie den richtigen Blick auf Ihre Prozessdaten und die Fähigkeit Ihrer Prozesse bekommen.

Übersicht der Seminarinhalte

  • Grundlagen des Tolerierens

  • GPS – Tolerierungsgrundsätze und deren Bedeutung  (DIN EN ISO 14405 und DIN EN ISO 8015)

  • Zulässige Abweichungen, Fertigungskosten, Austauschbarkeit

  • Statistische Grundlagen zur Toleranzanalyse

  • Erläuterung und Anwendung von Mittelwert, Standardabweichung und Varianz

  • Anwendung der standardisierten Normalverteilung

  • Berechnung von Quantilen (Grenzwerte in s-Einheiten)

  • Zufallsstreu- und Vertrauensbereich

  • Häufigkeitsverteilungen zur Toleranzanalyse

  • Einflussgrößen auf die Ausprägung von Fertigungsverteilungen

  • Qualitätsregelkarten

  • Prozessleistungs- und Prozessfähigkeitskenngrößen (DIN ISO 22514)

  • Erläuterung und Anwendung der Prozessleistungskenngrößen (Pp und Ppk) und der Prozessfähigkeitskenngrößen (Cp und Cpk)

  • Statistische Toleranzanalysemethoden (u.a. RSS)

simTOL bietet vielfältige Funktionen und Möglichkeiten für statistische Toleranzberechnungen. Mit dem sehr praxisorientierten Anwendertraining sollen diese vorgestellt und basierend auf Praxisbeispielen von den Teilnehmern in der Anwendung trainiert werden. Ergänzend wird notwendiges Methodenwissen, wie das Aufstellen von Toleranzketten, die Zuordnung der richtigen Fertigungsverteilungen, die Interpretation von Ergebnissen sowie deren Optimierung im Rahmen des Anwendertrainings geschult. Mit dem simTOL-Anwendertraining bekommt der Teilnehmer alles vermittelt, um simTOL sicher und effizient in der täglichen Arbeit einsetzen zu können.

Übersicht der Trainingsinhalte

  • Allgemeines zur Toleranzanalyse

  • Aufstellen linearer und nichtlinearer Maßketten

  • Erläuterung der Berechnungsparameter

  • Eingabe von Maßketten in simTOL

    • Arbeiten mit dem Basis-Modul

    • Arbeiten mit dem Projektmodul

    • Arbeiten mit dem Temperaturmodul

  • Berechnung von Maßketten

  • Integration von Messwerten in Toleranzberechnungen

  • Interpretation der Berechnungsergebnisse

  • Erstellung von Dokumentationen

  • Arbeiten mit der Excel-Schnittstelle (sofern erworben)

  • Form und Lage für Konstruktion, Messtechnik und Fertigung

Normkonforme, vollständige und eindeutige Zeichnungen sind nicht erst mit der Einführung der Geometrische Produktspezifikationen (GPS) das Ziel eines jeden Entwicklers und Konstrukteurs. Das Seminar richtet sich an alle Mitarbeiter aus der Entwicklung und Konstruktion, der Fertigung sowie des Qualitätswesens, die die Zusammenhänge  zwischen der Zeichnungserstellung, der Teilefertigung und der Qualitätssicherung verstehen wollen. Die zum Beispiel erfahren möchten, wie sich durch den richtigen Einsatz von Maximum-Material-Bedingungen (MMC) der Aufwand in der Qualitätssicherung erheblich reduzieren lässt. Oder was es bedeutet, als Tolerierungsgrundsatz das Hüllprinzip, alternativ das Unabhängigkeitsprinzip zu wählen.

Anhand von praxisnahen Fallbeispielen, vermittelt durch erfahrene Ingenieure/innen, wird aktuelles Wissen an die Teilenehmer übergeben, so dass sie dieses in Ihrer täglichen Arbeit einsetzen können.

Übersicht der Seminarinhalte

  • Grundlagen des Tolerierens

  • Bezüge, Bezugselemente und Bezugssysteme (DIN EN ISO 5459)

  • Form- und Lagetoleranzen (DIN EN ISO 1101)

  • Allgemeintoleranzen (DIN ISO 2768 Teil 1 und Teil 2)

  • Geometrische Produktspezifikation (DIN EN ISO 8015)

  • Maximum-Material-Bedingung (DIN EN ISO 2692)

  • Minimum-Material-Bedingung (DIN EN ISO 2692)

  • Reziprozitätsbedingung (DIN EN ISO 2692)

  • Oberflächentoleranzen

  • US-amerikanische Norm: ASME Y 14.5-2009

  • Toleranzketten

  • Einführung in die Finite-Element-Berechnung und Ergebnsinterpretation

Was genau ist die Finite-Element-Methode und wo kann sie eingesetzt werden? Wie ist die entsprechende Vorgehensweise? Welche Voraussetzungen müssen für einen erfolgreichen Einsatz gegeben sein? Und welche Ergebnisse kann man erwarten?

In dem Seminar „Einführung in die Finite-Element-Berechnung und Ergebnisinterpretation“ werden die theoretischen Grundlagen der Finite-Element-Berechnung in einer praxisnahen Form erläutert. Darauf aufbauend werden Kenntnisse der Modellbildung vermittelt – von der CAD-Geometrie über die Betriebsanforderungen bis hin zum Berechnungsmodell.
Die Schulung gibt Technikern, Konstrukteuren und Projektleitern eine systematische Einführung in das Themengebiet der Finite-Element-Berechnung und bietet Entscheidern einen Überblick über Potenziale, erforderliche Arbeitsschritte, Aufwände, Chancen und Risiken.

Übersicht der Seminarinhalte

  • Wo kann die Finite-Element-Methode eingesetzt werden?

  • Vorgehensweise der Finiten-Element-Methode.

  • Welche Voraussetzungen müssen für einen erfolgreichen Einsatz gegeben sein?

  • Welches ist das geeignete Tool? – Expresstool vs. Expertentool?

  • Welche Ergebnisse kann ich erwarten?

  • Ist mein Berechnungsergebnis plausibel oder liegt ein Fehler vor? – Plausibilitätsbeurteilung.

  • Was beeinflusst die Genauigkeit der Ergebnisse?

  • Was Berechnungsergebnis liegt vor und jetzt? – Von der FEM zum Nachweis.

    Wie sicher ist meine Konstruktion? – Sicherheitskonzepte und deren Reserven.

  • Finite-Elemente-Methode – Ein Spaziergang durch die Theorie

Im Seminar soll an einem Beispiel mit zwei Elementen die Methode der Finiten-Elemente erläutert werden. In dem Beispiel geht es nicht darum, Vernetzungsalgorithmen, Strukturelemente, dynamische Problemstellungen, Kontakt etc. vorzustellen, sondern die Methode der Finiten-Elemente im Kontext großer Deformationen zu darzustellen.

Hierzu wird zunächst auf die kontinuumsmechanischen Grundgleichungen, insbesondere die Bedeutung des Deformationsgradienten, sowie von Verzerrungsmaßen eingegangen. Danach wird für einzelne Materialmodelle die Formulierung für große Deformationen gezeigt.

Schließlich erfolgt die FE-Formulierung basierend auf den Bilanzgleichungen und der räumlichen Diskretisierung. Hierzu wird auch auf die dazu erforderlichen Variationsprinzipien und Linearisierungen eingegangen.

Das besondere am Seminar ist, dass die komplexen kontinuumsmechanischen Zusammenhänge am konkreten „Handrechenbeispiel“ erläutert und damit gut nachvollziehbar werden. Damit trifft es die Lücke zwischen überblickartigen Veranstaltungen einerseits, die kein tieferes Verständnis über die Methode liefern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf der anderen Seite, die oft sehr schwer nachvollzogen werden können.

Das im Seminar gewonnene Wissen hilft dabei, Ausgabegrößen kommerzieller Finite-Elemente-Programme zu verstehen. Genannt seien hier die Stichworte: Elementergebnisse, Knotenergebnisse, Ergebnisse an den Gaußpunkten, Logarithmische Dehnungsmaße etc.

Mit unserem Angebot wenden wir uns daher insbesondere an Ingenieure, Techniker und Mitarbeiter aus der Fertigung, dem Prüf- und Qualitätswesen, dem Maschinenbau, den Branchen Automotive und Aerospace, der Medizintechnik sowie angrenzenden Gebieten.

Bei unseren Seminaren legen wir größten Wert auf die Qualität der Inhalte sowie einen starken Praxisbezug. Die Theorievermittlung erfolgt durch Arbeitsunterlagen, Fallstudien aus der Praxis, Berechnungen von Beispielen und Diskussionen. Die entsprechenden Schulungsunterlagen und Manuskripte werden von uns gestellt. Darüber hinaus übernehmen wir die komplette Organisation.

HIER FINDEN SIE ALLE SEMINARTERMINE
VORTEILE
  • Optimaler Praxisbezug
  • Individuelle Inhalte
  • Passende Seminarformate
REFERENZEN
  • Audi AG
  • B. Braun Melsungen AG
  • BPW Bergische Achsen KG
  • Continental Teves AG & Co. oHG
  • Drägerwerk AG & Co. KGaA
  • Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG
  • HBPO GmbH
  • Robert Bosch GmbH
  • Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
  • u.v.m
KONTAKT

Ihr Ansprechpartner im Bereich Seminare ist Herr Dipl.-Ing. Mirco Simunovic

Kontakt aufnehmen

UNSER DIENSTLEISTUNGSSPEKTRUM IM ÜBERBLICK

  • Seminarangebote

    • Toleranzmanagement – Statistische Toleranzanalysen in der Produktentwicklung

    • Prozessfähigkeit in der Praxis

    • simTOL-Anwendertraining

    • Form und Lage für Konstruktion, Messtechnik und Fertigung

    • Einführung in die Finite-Element-Berechnung und Ergebnsinterpretation

    • Finite-Elemente-Methode – Ein Spaziergang durch die Theorie

  • Kundenspezifische Seminarinhalte

    • Individuelle Zusammenstellungen der Inhalte

    • Integration kundenspezifischer Inhalte

  • Flexible Seminarformate

    • Inhouse-Veranstaltungen (in Ihrem Haus)

    • Turnusmäßig Seminare bei casim (in Kassel oder Ingolstadt)

  • Workshops

    • Bearbeitung konkreter Fallstudien

    • Lesson Learned

„Ich habe gelernt, mit welchen Werkzeugen ich Toleranzangaben in der Produktentstehungsphase gut ermitteln kann und somit bereits in einer frühen Phase belastbare Aussagen über die Erreichbarkeit von geforderten Qualitätszielen zu treffen. Zudem wurde gezeigt, wie diese Qualitätsziele später überwacht und eingehalten werden können. Sehr gutes, praxisnahes Seminar.“

Dipl.-Ing. Sebastian Mandla, Technische Projektleitung, MT.DERM GmbH

„Danke, war sehr informativ und die Atmosphäre war sehr angenehm.“

 

Opel Adam GmbH

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie sich persönlich beraten lassen?

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie sich persönlich beraten lassen?

Dipl.-Ing. Mirco Simunovic

Ansprechpartner im Bereich Seminare

Tel. (0561) 87997-0

mailks@casim.de

Oder schreiben Sie uns jetzt eine Nachricht:

*Pflichtfelder

Seminare

In einer sich schnell wandelnden Welt ist es von zentraler Bedeutung an Fortbildungen teilzunehmen, um sein Fachwissen regelmäßig zu aktualisieren. Ein Seminar ist hierfür die ideale Lehr- und Lernveranstaltung. In einem interaktiven Workshop kann Wissen erworben bzw. vertieft werden. Ein qualifizierter Trainer führt die meist kleinen Gruppen mit einem didaktisch-methodisch fundierten Konzept durch das Seminar. 

Zum Thema Seminar finden Sie hier unsere Inhalte, nutzen Sie hierfür auch gerne unser Inhaltsverzeichnis mit Schnellinks:

1. Erwachsenenbildung
2. Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen – Ein Europäischer Referenzrahmen
3. Lernen im Team
4. Handlungsorientiertes Seminar-Angebot
5. Berufliche Weiterbildung als Ingenieur

Erwachsenenbildung

Lebenslanges Lernen ist allgegenwärtig und bringt zum Ausdruck, dass Lernen nicht mit Schule, Ausbildung bzw. Studium endet. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts gibt es Lernangebote für Erwachsene. Seminar-, Workshop- und Weiterbildungsangebote haben sich aber erst in den letzten Jahrzehnten zum größten Bildungsbereich Deutschlands entwickelt. Neben institutionalisiertem Lernen findet selbstverständlich auch ein selbstorganisiertes Lernen, z.B. durch die Lektüre von Fachartikeln statt. Einen großen Anteil der Erwachsenenbildung macht der Bereich der Erwerbs- und berufsbezogenen Anpassungs- und Aufstiegsfortbildungen aus. Diese Fortbildungen werden häufig in Abendschulen angeboten. Zunehmend wächst aber auch das Angebot von Wirtschaftsverbänden wie dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Diese bieten ein breites Spektrum an Veranstaltungen, welche nicht nur abends, sondern auch in Blockveranstaltungen am Wochenende stattfinden oder werktags zu den üblichen Bürozeiten. Auch das Thema E-Learning und Blended Learning findet mehr und mehr Einzug in der Erwachsenenbildung. So werden Workshops heute auch in virtuellen Klassenräumen abgehalten oder es gibt ergänzend zum Präsenztermin Online-Plattformen, wo Lernmaterialien und Aufgaben interaktiv bearbeitet werden können.

Die Seminar-Angebote von casim findet in der Regel als Präsenzveranstaltung statt, welche je nach Themenschwerpunkt werktags ein oder zweitägig abgehalten werden.  Unsere Seminare richten sich an in der Praxis tätige Ingenieure, die nach berufsbezogenen Anpassungsfortbildungen suchen. In unseren Seminaren können neue Methoden (z.B. das Toleranzmanagement) erlernt werden. Auch die Interpretation und die Anwendung neuer Vorschriften und Normen sind häufig Gegenstand unserer Fortbildungsmaßnahmen, umso sicherer in der praktischen Anwendung zu werden.

Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen – Ein Europäischer Referenzrahmen

Vor dem Hintergrund sich stetig wandelnder Arbeitsanforderungen, der besseren Möglichkeiten sich persönlich zu entfalten und aktiv an der Gesellschaft teilhaben zu können, haben der Rat und das Europäische Parlament Ende 2006 einen Europäischen Rahmen mit Schlüsselkompetenzen für das lebenslange Lernen angenommen. 

Als Schlüsselkompetenzen werden u.a. auch die Computerkompetenz sowie mathematisch und naturwissenschaftlich-technisch Kompetenzen aufgeführt. Dies scheint vor allem im Hinblick auf den fehlenden Nachwuchs im MINT-Bereich nützlich und von zentraler Bedeutung, wenn man an die veränderten Anforderungen eines zunehmend digitalisierten Arbeitsumfeldes und die Industrie 4.0 denkt. In unserem Seminar-Angebot werden diese beiden Kompetenzen daher mit eindeutigem Fach- und Berufsbezug berücksichtigt.

Lernen im Team

Bei unserem Seminar-Angebot steht das Lernen im Team im Vordergrund. Dabei streben wir an, dass jeder Kursteilnehmende an individuellen Zielen arbeiten kann und gleichzeitig ein Lernprozess durch Erfahrungsaustausch angestoßen wird. Wie funktioniert diese Form des Lernens? 

Beim Teamlernen treten drei Mechanismen auf:

  1. Austausch
  2. Ko-Konstruktion
  3. Konstruktiver Konflikt

Unter Austausch im Workshop versteht man in diesem Zusammenhang jeden kommunikativen Akt zwischen den Teilnehmenden. Die Ko-Konstruktion bezieht sich auf die Entwicklung gemeinsamen Wissens, Vorstellungen, Verhalten usw. Ein konstruktiver Konflikt entsteht durch das Verhandeln unterschiedlicher Vorstellungen und Meinungen während dem Seminar. 

In diesem Kontext kommt auch dem Sozialen Lernen eine große Bedeutung zu. Der Trainer fungiert während der Zeit der Weiterbildung als Vorbild und nicht als reiner Wissensvermittler. Mit Geduld, Ausdauer und einem hohen Maß an Empathie führt er durch den Workshop.

Handlungsorientiertes Seminar-Angebot

Bei beruflicher Weiterbildung steht neben theoretischem Wissen vor allem ein hoher Praxisbezug bei den Teilnehmenden im Fokus. Der Einsatz situationsbezogener Lernaufgaben macht es den Workshop-Teilnehmenden möglich, vollständige Handlungen zu erfahren, d.h. von der Zielsetzung über die Analyse der Ausgangssituation bis zur Handlungsplanung,–ausführung sowie -bewertung.

Ziel unseres handlungsorientierten Seminar-Angebots ist es, den Lernenden zu aktiver, konstruktiver und zielorientierter Bearbeitung der Lerninhalte anzuregen. Die Merkmaler unserer handlungsorientierten Workshop-Angebote: 

  • Ganzheitlichkeit: vollständige Handlungen, enger Praxisbezug, interdisziplinär
  • Aktivität des Lernenden: selbstständiges Lernen, Problemlösung, interaktionsbetonte Methoden
  • Zielgruppenorientierung: Berücksichtigung von vorhandenen Erfahrungen und Interessen, Kenntnissen etc. 
  • Reflexion: Rückschau auf Bewältigung der Seminar-Aufgaben und des gesamten Lernprozesses

Wie wird dies nun konkret in unserem Seminar-Angebot umgesetzt? Wir bearbeiten in unseren Seminaren und Workshops konkrete Fragestellungen aus dem täglichen Umfeld eines Ingenieurs. Das können z.B. aktuell vorliegende Fragestellungen zu Toleranzberechnungen sein oder die Überarbeitung einer existierenden Fertigungszeichnung, weil sie zum Beispiel nicht den aktuellen Richtlinien der geometrischen Produktspezifikation (GPS) entspricht. 

Berufliche Weiterbildung als Ingenieur

Eine regelmäßige Weiterbildung sollte für alle Ingenieure zum Pflichtprogramm werden, da sie besonders häufig in Berufen tätig sind, die einem technologischen, innovativen Wandeln ausgesetzt sind. 

Ausgangsüberlegung zur beruflichen Weiterbildung sollte sein, ob eine fachliche Profilierung oder der Erwerb einer überfachlichen Schlüsselkompetenz angestrebt wird. Unter einer fachlichen Profilierung versteht man den Auf- und Ausbau fachspezifischer Kompetenzen. Dabei wird das in der Ausbildung bzw. im Studium erworbene Wissen und Können sukzessive erweitert. Der Erwerb überfachlicher Schlüsselkompetenzen ermöglicht eine interdisziplinäre Weiterbildung in sehr unterschiedlichen Bereichen. Es können beispielsweise Kompetenzen aus den Bereichen Sprache, Führung, Arbeiten im Team, Halten von Präsentationen, Moderation von Meetings, Businessknigge usw. entwickelt werden.

Die fachliche Profilierung sollte wie oben beschrieben nach Möglichkeit einen hohen Praxisbezug aufweisen.

Wir bieten Weiterbildung für Ingenieure zu den Themen Finite Elemente Methode, sowohl für Einsteiger als auch für Professionals. Des Weiteren gehört zu unserem Portfolio, Seminare zum Thema Prozessfähigkeit in der Praxis, welche im Kontext zur Weiterbildung Messtechnik steht, FEM Schulung, Seminar Form und Lagetoleranzen, Toleranzmanagement und simTOL-Anwendertraining an. 

In unserem Seminar „Finite-Elemente-Methode – Ein Spaziergang durch die Theorie“ wird an einem Beispiel mit zwei Elementen die Grundlagen der Finite-Elemente-Methode erläutert. Das Besondere am Seminar ist, dass die komplexen kontinuumsmechanischen Zusammenhänge am konkreten „Handrechenbeispiel“ erläutert und damit gut nachvollziehbar werden. Somit richtet sich dieses Angebot an alle, die eine Finite-Elemente-Methode Einführung suchen.

Der Teilnehmende des Seminars „Form und Lage für Konstruktion, Messtechnik und Fertigung“ erlernt an konkreten Praxisbeispielen das Herstellen normkonformer, vollständiger und eindeutiger Zeichnungen. Dabei wird auch der richtige Einsatz von Maximum-Material-Bedingungen (MMC) thematisiert, durch welchen sich der Aufwand in der Qualitätssicherung erheblich reduzieren lässt. Außerdem wird erarbeitet, warum das Hüllprinzip als Tolerierungsgrundsatz eine adäquate Alternative zum Unabhängigkeitsprinzip darstellen kann.

simTOL bietet vielfältige Funktionen und Möglichkeiten für statistische Toleranzberechnungen. Mit dem sehr praxisorientierten simTOL-Anwendertraining sollen diese vorgestellt und basierend auf Praxisbeispielen von den Teilnehmenden in der Anwendung trainiert werden.

Das Seminar „Toleranzmanagement – Statistische Tolerierung im Entwicklungsprozess“ bietet die Möglichkeit, anhand von Fallbeispielen Antworten auf folgende Fragen zu erhalten: Welches sind die größtmöglichen Einzelteiltoleranzen die ich vergeben kann, um die Baugruppenfunktionen noch immer prozesssicher einhalten zu können? Welchen Einfluss hat der Montageprozess? Wie beschreibe ich die Toleranzabhängigkeiten mit Hilfe von Toleranzketten? Kann ich statistische Toleranzberechnungen auch ohne konkrete Prozessdaten ausführen und welche Berechnungsmethoden gibt es?

Suchen Sie nach praktisch umsetzbaren Lösungen für folgende Fragen: Wie bestimme ich die Leistungsfähigkeit von Prozessen? Sind die Prozesse fähig und beherrscht? Wie muss ich vorliegende Messwerte auswerten, um Antworten auf solche oder ähnliche Fragen zu bekommen? Dann sollten Sie unser Seminar „Prozessfähigkeit in der Praxis“ besuchen.

Jetzt Projektanfrage stellen

Quellen:

Empfehlung 2006/962/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen (Amtsblatt L 394 vom 30.12.2006, S. 10-18).

Fichter, C. (2018). Lernen, soziales. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie.

Hahn, L. (2018). Wie finde ich als Ingenieur die richtige Weiterbildung?

Knipfer, K. (2011). Was und wie lernen Teams? wissens.blitz (32).

Müller, K. & Gidion, G. (2018). Was ist handlungsorientierter Unterricht?

Schrader, J. &  Loreit, F. (2018). Was ist Erwachsenenbildung?

Bewertung:
Bewertungen: 38 Ihre Bewertung: {{rating}}